Projekt: Ballboot

Habt Ihr oder Euer Verein Lust auf etwas ausergewöhnliches? Wenn JA dann seid Ihr hier genau richtig! Wir suchen Euch als Gegner / Teilnehmer für ein Match!


Am Anfang stand der Gedanke den Besuchern auf Schaufahrveranstaltungen etwas Besonderes bieten zu wollen. Spass sollte es machen, außergewöhnlich sein und (fast) nichts mit dem üblichen Schiffsmodellbau gemein haben.


Es entstand die Idee auf dem Wasser mit Schiffmodellen "Fussball" zu spielen.


Ballboot

Doch welche Kriterien mussten diese Modelle erfüllen? Weil die Action auf dem Wasser im Vordergrund stand, mussten sie sehr stabil und auch absolut wasserdicht sein. Darüberhinaus sollten sie an der Bugspitze über eine Metallgabel verfügen um den Ball besser manövrieren zu können.


Der Urtyp der Ballboote war geboren.


Also ging es an's Bauen. Einen fertigen ABS-Rumpf genommen und mit einem Deck aus Sperrholz versehen. Über den angenehm großen Decksausschnitt zum Erreichen des Innenlebens einen Sperrholzdeckel geschraubt, abgedichtet mit Fenstergummi. Eine aus Vierkantflachstahl gebogene Gabel an die Bugspitze montiert, die notwendige Fernsteuertechnik eingebaut. Hiebei haben wir ganz bewusst darauf geachtet, preiswerte und robuste Technik zu verwenden. So sind einfache Standardelektromotoren und auch mechanische Fahrtenregler zum Einsatz gekommen, um die Boote preisgünstig zu realisieren.


Nun konnte das Spiel beginnen. Erst die Boote in´s Wasser geworfen(ja, richtig: geworfen!),den Ball hinterher und los ging´s. Dabei zeigte sich, dass es gar nicht so einfach ist, den Ball mit der Gabel beim Gegner in das Tor zu schieben, denn der versucht das natürlich auch! Gegenseitiges Rammen oder sich dem Gegner frontal in den Weg stellen erwiesen sich dabei als größter Spass. So haben wir uns entschlossen als Hauptspielregel festzulegen, dass es "keine gibt. Deshalb wird das Spiel in nur wenigen Ausnahmefällen unterbrochen,die unter den SPIELREGELN näher aufgeführt sind. Der Spass am Ballbootspiel überträgt sich dabei von den Fahrern auf das Publikum. Das muntere Getümmel auf der Wasserfläche und schon der aussergewöhnliche Beginn des Spieles mit dem "Einwurf"der Boote rufen Erstaunen hervor. Schließlich kennt man sonst nur den sehr behutsamen Umgang der Kapitäne mit ihre Modellschiffen.


Im Laufe des Spielbetriebs traten jedoch auch die Schwachstellen des ursprünglichen Konzeptes zutage: Bei passenden Angriffen des Gegners kippten die Boote um und blieben auf dem flachen Deck liegen. Zusätzlich erwiesen sich die ABS-Rümpfe als nicht sehr stabil, sodass es gelegentlich zu dem einen und anderen Loch kam. Mit diesen kleinen Unwägbarkeiten mussten wir jedoch etliche Jahre leben.


Im Laufe der Zeit hielten dann auch im Modellbausektor neue Werkstoffe Einzug und Glasfaserverstärkte Kunststoffe (GFK) kamen auf. Hiermit war es nun möglich, eine hohe Stabilität trotz geringem Materialgewichts zu erreichen. So haben wir eine völlig neue Generation von Ballbooten entworfen, die ohne die alten Schwächen auskommen sollten. Der obere Bootsbereich wurde röhrenförmig ausgebildet und durch mehrere Lagen GFK erreichten wir die notwendige Bruchsicherheit. Auch beim Hineinwerfen der Boote in's Wasser gibt es nun kein unbeabsichtigtes "Auf-dem-Rücken-liegenbleiben" mehr, die Boote richten sich selbstständig wieder auf.


Um gleiche technische Voraussetzungen zu erreichen, haben wir die Limitierungen bei der Ausstattung der Boote beibehalten. So liegt das "spielerische Geschick" weiter im Vordergrund und es setzt kein kostspieliges technisches "Hochrüsten" ein!


Zum Schutz des eigenen, aber auch der anderen Boote hat es sich bewährt, die Schiffsschraube mit einem metallenen Schutz zu umgeben und die unteren Gabelenden mit etwas Gummischlauch zu "entschärfen".


Im hinteren Bereich der Ballboote haben wir schraubbare Federstahlantennen angebracht, die mit jeweils einem Tischtennisball versehen sind. Durch unterschiedliche Farben der Bälle kennzeichen wir im Spielbetrieb die Manschaften. Als ideal hat sich herausgestellt auf zwei ca. 10 Meter voneinander entfernte Tore zu spielen. Je nach Gegebenheit des Beckens kann dieses aber auch variiert werden.


Die Akkukapazitäten sind so ausgelegt, dass die jeweils fünf minütigen Spielzeiten gut durchgehalten werden. Anschließend gibt es immer eine kurze Pause zum Wechsel.


Für den wasserdichten Verschluss der Ballboote hat jeder seine eigene Technik entwickelt. Dies reicht von einer zentralen Schraube bis hin zur Arretierung des Deckels durch Splinte, die für den ausreichenden Druck auf das Dichtmaterial sorgen.


Die farbliche Ausgestaltung der Boote bleibt ebenfalls jedem Kapitän selbst überlassen, entsprechend bunt geht es auf dem Wasser zu.


Im folgenden haben wir nun die Spielregeln sowie die technischen Limits für den Bau der Ballboote aufgeführt:


Bauvorgaben

Bootslänge inklusive Gabel max. 60cm
Breite des Bootes max. 20cm
Höhe der Gabel max. 12cm
Breite der Gabel max. 15cm
Motorisierung "500er-Klasse", z.B. Graupner Speed 500
Akkuleistung 7,2 Volt, max. 2000 mAh

Spielregeln

Es wird mit 2 Manschaften zu je 3 Spielern auf (mögl.) 2 Tore gespielt. Sie sind 60cm breit und 10 Meter voneinander entfernt.
Die Spielzeit beträgt drei mal 5 Minuten mit Pausen von 5-10 Minuten.
Das Spiel wird von einem Schiedrichter geleitet, der mehrere Helfer haben kann.

Wir würden uns freuen, auch euch mit dem "Virus Ballboot" infiziert zu haben. Es macht immer einen Riesenspass, nicht nur dem Publikum....


Sehr gerne stehen wir euch oder eurem Verein beim tüfteln und bauen mit Rat und Tat zur Seite oder liefern auf Wunsch auch vorbereitete Boote.

Erstellt vom: FSMC Bielefeld
Copyright: © FSMC Bielefeld